Gartenbank

11. Juli 2019 – Der Schornsteinfeger zu Gast im Permakulturgarten

Was macht der Schornsteinfeger in unserem Garten?

Ein kleines Verwirrspiel, denn weit und breit ist kein Schwarzer Mann zu sehen. Stattdessen ein kleiner, fast unscheinbarer Geselle aus der Familie der Schmetterlinge. Er zählt zur Gattung der Augenfalter und nennt sich Schornsteinfeger.

Schornsteinfeger

Umsetzen der Himbeeren und Maiglöckchen

Im März hatte ich im Baumbereich mehrere Himbeerruten gesetzt. Da die Himbeere ein Waldrandgewächs ist, war ich davon ausgegangen, dass dies der optimale Platz für sie ist. Jetzt, in der vollen Vegetation zeigt sich, dass der Platz so schattig, sonnen- und wärmearm ist, dass die Himbeeren kaum wachsen und ausschließlich Blattwerk bilden.

Himbeere

Treibholz als Blickfang und Rankhilfe

Von unserer letzten Kajaktour über den Forggensee brachten wir ein interessantes Fabelwesen mit. Es zeigt je nach Blickwinkel entweder ein Schnabeltier oder ein brüllendes Irgendwas. Der Kapuzinerkresse ist es egal und nutzt das Treibholz als Rankhilfe.

Kaffeepads zur Schneckenabwehr

Benutzte Kaffeepads finden bei uns im Garten Verwendung als zuverlässige Schneckenabwehr. Die Kaffeepads helfen dabei, Salate und andere empfindliche Pflanzen vor Schneckenfraß zu schützen (sofern es nicht gerade regnet). Man legt Pad an Pad rund um die Pflanzen. Sie verrotten nur sehr langsam und bleiben damit lange wirksam. Mit der Zeit verwandeln sie sich wie anderes Pflanzenmaterial zu Humus.

Kaffee wirkt in größeren Mengen leicht bodenversauernd, was für Heidelbeeren, Rhododendron und Hortensien von Vorteil ist.

In eine Pflanzschale gesetzter Romanasalat und Kapuzinerkresse wurden zum Beispiel permanent über Wochen! von den Schnecken abgefressen. Seitdem der Kranz aus Kaffeepads darum liegt, hat sich keine Schnecke mehr blicken lassen und die Pflanzen können endlich in Frieden wachsen. Aus dem Wurzelstock wuchsen sie zwar immer wieder nach, was das aber für einen Stress für die Pflanze bedeutet, zeigt die Kapuzinerkresse. Sie bildet nur winzige Blätter und gleich eine Blüte, um für ihren Fortbestand zu sorgen.

Kaffeepads zur Schneckenabwehr
Aufgerissene Kaffeepads an einer Stangenbohne. Loser Kaffee zur Schneckenabwehr wird zu schnell vom Regen weggespült. Besser ist es, unbeschädigte Pads zu nutzen.

Beinwell startet zur zweiten Blüte

Nachdem der Beinwell nun zum ersten Mal verblüht ist, startet er in die 2. Runde. Die verblühten Triebe habe ich abgeschnitten und zum Teil als Mulch liegen gelassen. Den Rest habe ich als Gesundungsschicht auf einem Hügel mit verschiedenem Kompostmaterial ausgelegt. Der nachgewachsene Beinwell zeigt sich bereits mit bis 40 cm langen und gut 25 cm breiten Blättern, die sich später wieder hervorragend zum Mulchen eignen.

Hilft Knoblauch gegen Wühlmäuse?

Knoblauch steht bei uns im Garten überall verstreut, hauptsächlich jedoch rund um den jungen Apfelbaum, zwischen den Erdbeeren und zwischen den jungen Gemüsesaaten. Der Gedanke war, die Wühlmäuse von diesen Kulturen fern zu halten. Bei der Ernte der Knoblauchknollen konnten wir jetzt feststellen, dass die niedlichen Fellnasen sich nicht davon abhalten ließen, im Zickzack zwischen und unter den Knollen ihre Gänge zu graben.

Frischer Knoblauch ist leider nur bedingt lagerfähig. In Olivenöl eingelegte Zehen jedoch halten sich im Kühlschrank mehrere Wochen. Bei Bedarf einfach ein paar Zehen herauslöffeln und ab damit in die Salatsoße, ans Ofengemüse, in die Gemüsepfanne, ins Rührei, in den Teig für herzhafte Waffeln usw.

Eingelegter Knoblauch

Im Herbst gepflanzter Knoblauch (wie dieser hier) kann bereits im Frühsommer geerntet werden = frischer Knoblauch. Im Frühjahr gepflanzter Knoblauch lässt sich im Herbst zu Zöpfen flechten und trocknen = Lagerknoblauch. So hat man rund ums Jahr immer eigenen Knoblauch im Haus.

Erster Versuch: Stecklinge der kletternden Wildrose

An einen der Rosenbögen, der derzeit noch von Stangenbohnen und Kapuzinerkresse genutzt wird, habe ich 3 Stecklinge der wilden Rose gesetzt. Ich habe dazu den mittleren Teil eines diesjährigen Triebes in 3 etwa 25 cm lange Stücke geschnitten, die Blätter entfernt und 2/3-tief in die Erde gesteckt. Sollten sie keine Wurzeln bilden und absterben, habe ich im Herbst nochmals die Gelegenheit, Stecklinge zu setzen, bevor der Winter kommt.

Wilde Kletterrose
Frisch gesetzte Rosenstecklinge

Weitere Impressionen aus unserem Permakulturgarten

Die Galerie öffnet sich mit Klick auf ein Bild

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3 Kommentare zu „11. Juli 2019 – Der Schornsteinfeger zu Gast im Permakulturgarten“

  1. Hallo Eva, die Vielfalt an Blüten in Deinem Garten ist ja unglaublich ! Ich muß doch mal wieder vorbeikommen, auch um evtl. etwas zu ernten (keine Panik)! Auch die Sache mit den Erdbeerablegern ist interessant, man braucht ja auch die Fläche dafür….., tolle Beiträge !

  2. Hallo Eva,
    das ist wieder mal ein schöner Bericht, mit tollen Fotos 🙂
    Da habt Ihr aber viel Kaffee getrunken 😉

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